Wirtschaft und Fachkräfte im Landkreis Rostock – Ilka Boomgaarden-Kühl
Wirtschaft, Fachkräfte und regionale Arbeitsplätze
Wie entstehen gute Perspektiven für Unternehmen, Beschäftigte und junge Menschen?
Die wirtschaftliche Stärke des Wahlkreises 15 – Landkreis Rostock III beruht nicht auf einem einzigen großen Zentrum. Teterow, Laage, Krakow am See, Gnoien, Schwaan und die vielen kleineren Gemeinden sind durch Handwerk, Mittelstand, Landwirtschaft, Dienstleistungen, Tourismus und öffentliche Einrichtungen geprägt. Viele Betriebe sind regional verwurzelt und schaffen Ausbildungs- und Arbeitsplätze direkt vor Ort. Gerade deshalb ist Wirtschaftspolitik im ländlichen Raum eng mit Infrastruktur, Fachkräften, Mobilität, Wohnen und Digitalisierung verbunden.
Fachkräftesicherung in Laage
Ein aktuelles Beispiel liefert die Stadt Laage. Beim ersten Ladies Business Brunch im März 2026 kamen rund 35 Unternehmerinnen, Frauen in Führungspositionen und Gründungsinteressierte zusammen. Ein Vortrag widmete sich ausdrücklich der Fachkräftesicherung für Laage und das Umland und griff Ergebnisse einer Unternehmensbefragung aus dem Jahr 2025 auf. Für Oktober 2026 ist außerdem ein Wirtschaftsforum angekündigt, das Unternehmen aus Laage vernetzen und neue Impulse für den Standort geben soll. Solche Formate zeigen, dass Fachkräfte und Unternehmensentwicklung vor Ort als konkrete Zukunftsthemen behandelt werden.
Auch das Land Mecklenburg-Vorpommern beschreibt den Fachkräftebedarf als langfristige Herausforderung. Die Fachkräftestrategie des Landes umfasst vier zentrale Säulen: Ausbildung und Qualifizierung, Nutzung vorhandener Erwerbspotenziale, Gewinnung von Fachkräften aus dem In- und Ausland sowie attraktive Arbeitsbedingungen. Grundlage sind unter anderem Analysen regionaler Arbeits- und Fachkräftebedarfe. Für den ländlichen Raum bedeutet das: Fachkräftesicherung ist nicht nur eine Aufgabe einzelner Betriebe, sondern Teil einer größeren Standortpolitik.
Eine attraktive Region gewinnt Fachkräfte
Unternehmen können Personal nur gewinnen, wenn die Region insgesamt attraktiv ist. Ein guter Arbeitsplatz allein reicht häufig nicht. Beschäftigte fragen auch nach Wohnraum, Kinderbetreuung, Schulen, Internet, medizinischer Versorgung und erreichbaren Verkehrsverbindungen. Für Familien spielt zusätzlich eine Rolle, ob Partnerinnen oder Partner ebenfalls Beschäftigungsmöglichkeiten finden. Deshalb hängen viele Themen dieser Kampagne unmittelbar zusammen.
Für junge Menschen ist Ausbildung entscheidend. Wenn attraktive Ausbildungsplätze in der Region vorhanden sind und Berufsschulen erreichbar bleiben, steigt die Chance, dass Jugendliche nach dem Schulabschluss nicht dauerhaft abwandern. Gleichzeitig müssen Betriebe Nachwuchs gewinnen können. Praktika, Berufsorientierung, Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen sowie gut organisierte Verkehrsverbindungen können hier wichtige Brücken schaffen.
Handwerksbetriebe stehen vor besonderen Herausforderungen. Viele sind klein oder mittelständisch organisiert und können Ausfälle oder lange Verwaltungsverfahren weniger leicht abfedern als große Unternehmen. Unternehmensnachfolge wird ebenfalls wichtiger, wenn Inhaberinnen und Inhaber in den Ruhestand gehen. Eine erfolgreiche Übergabe erhält nicht nur einen Betrieb, sondern oft auch Ausbildungsplätze, lokales Wissen und Dienstleistungen für die Bevölkerung.
Vielfalt als wirtschaftliche Stärke
Landwirtschaft bleibt in vielen Gemeinden des Wahlkreises ein prägender Wirtschaftsfaktor. Sie steht gleichzeitig vor Veränderungen durch Energiepreise, Klimaanpassung, Umweltanforderungen und neue Technologien. Wirtschaftspolitik sollte deshalb unterschiedliche Branchen nicht gegeneinander ausspielen. Die Stärke einer ländlichen Region liegt gerade in ihrer Mischung aus Produktion, Handwerk, Dienstleistungen, Landwirtschaft, Tourismus und öffentlicher Infrastruktur.
Digitalisierung verändert zudem den Standortwettbewerb. Leistungsfähiges Glasfaserinternet ermöglicht Homeoffice, digitale Dienstleistungen und neue Geschäftsmodelle. Für Unternehmen kann es leichter werden, Kundinnen und Kunden außerhalb der Region zu erreichen. Gleichzeitig benötigen moderne Betriebe digitale Fachkräfte und verlässliche Netze. Der Breitbandausbau ist deshalb nicht nur Infrastrukturpolitik, sondern auch Wirtschaftsförderung.
Für Ilka Boomgaarden-Kühl ist dieses Thema auf der Landingpage ausdrücklich als offene landespolitische Frage formuliert. In den geprüften Quellen ist kein umfassendes persönliches Wirtschaftsprogramm für 2026 veröffentlicht. Ihre Tätigkeit als Steuerfachangestellte und ihre kommunalpolitischen Funktionen zeigen zwar einen Bezug zu wirtschaftlichen und finanziellen Fragen, daraus werden aber keine unbelegten Positionen abgeleitet.
Welche landespolitischen Schritte sind aus ihrer Sicht besonders wichtig, um kleine und mittlere Unternehmen, Handwerk und regionale Arbeitgeber im Wahlkreis 15 zu stärken und gleichzeitig mehr junge Menschen und Fachkräfte langfristig für die Region zu gewinnen?
Diese Leitfrage betrifft nicht nur Fördermittel. Es geht ebenso um schnelle und nachvollziehbare Verwaltungsverfahren, berufliche Bildung, gute Verkehrswege, digitale Infrastruktur, Wohnraum und Familienfreundlichkeit. Ein Unternehmen entscheidet sich nicht allein nach einem einzelnen Zuschuss für oder gegen einen Standort. Langfristig zählen verlässliche Rahmenbedingungen.
Ein wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit von Wirtschaftsförderung und Kommunen. Veranstaltungen wie der Business Brunch in Laage zeigen, dass Unternehmen den direkten Austausch suchen. Kommunen erfahren dadurch frühzeitig, wo Probleme entstehen: bei Gewerbeflächen, Genehmigungen, Personal, Verkehr oder Netzanschlüssen. Landesprogramme können solche lokalen Strukturen unterstützen, sollten aber ausreichend flexibel sein, damit regionale Besonderheiten berücksichtigt werden.
Auch Gründungen gehören zur wirtschaftlichen Erneuerung. Junge Unternehmen brauchen Beratung, Finanzierung, Räume und digitale Infrastruktur. Im ländlichen Raum können niedrigere Flächenkosten ein Vorteil sein. Gleichzeitig ist die Entfernung zu Hochschulen, Netzwerken oder spezialisierten Dienstleistern manchmal größer. Digitale Angebote und regionale Gründerzentren können helfen, diese Nachteile zu verringern.
Gute Arbeit ist ebenfalls Teil der Fachkräftesicherung. Beschäftigte bleiben eher, wenn Löhne, Arbeitsbedingungen, Weiterbildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf stimmen. Das Land kann nicht jeden Arbeitsvertrag bestimmen, aber es kann Weiterbildung fördern, berufliche Bildung stärken und Rahmenbedingungen für eine attraktive Region schaffen. Auch öffentliche Aufträge und Vergaberegeln können wirtschaftspolitische Wirkung entfalten.
Politische Einordnung
Wirtschaftspolitik ist zwischen Europa, Bund, Land und Kommunen verteilt. Das Land kann Förderprogramme, Infrastrukturinvestitionen, berufliche Bildung und regionale Wirtschaftsförderung gestalten. Kommunen schaffen Gewerbeflächen, begleiten Investitionen und organisieren lokale Netzwerke. Unternehmen treffen ihre eigenen Investitions- und Personalentscheidungen. Deshalb ist eine realistische Wirtschaftspolitik auf Zusammenarbeit angewiesen.
Regionale Chancen
Der Wahlkreis besitzt eine Lage zwischen größeren Zentren, touristisch attraktiven Landschaften und wichtigen Verkehrsachsen. Laage, Teterow, Krakow am See, Gnoien und Schwaan können unterschiedliche wirtschaftliche Funktionen übernehmen. Wenn digitale Netze, Verkehr, Wohnraum und Bildung zusammenspielen, können auch kleinere Orte attraktive Standorte für Betriebe und Beschäftigte sein.
FAQ
Warum ist Fachkräftesicherung im Wahlkreis 15 besonders wichtig?
Weil viele Betriebe Nachwuchs und qualifiziertes Personal benötigen und der demografische Wandel den Wettbewerb um Arbeitskräfte weiter verschärft.
Was zeigt das Beispiel Laage?
Die Stadt organisiert 2026 mehrere Formate für lokale Unternehmen. Beim Ladies Business Brunch wurde Fachkräftesicherung für Laage und das Umland ausdrücklich thematisiert.
Welche Schwerpunkte nennt die Fachkräftestrategie?
Ausbildung und Qualifizierung, Nutzung vorhandener Erwerbspotenziale, Gewinnung von Fachkräften sowie attraktive Arbeitsbedingungen bilden die vier zentralen Säulen.
Warum gehören Wohnen und Mobilität zur Wirtschaftspolitik?
Weil Beschäftigte einen Arbeitsplatz erreichen und in der Region leben können müssen. Fehlender Wohnraum oder schlechte Verkehrsverbindungen erschweren Fachkräftegewinnung.
Hat Ilka Boomgaarden-Kühl ein eigenes Wirtschaftsprogramm veröffentlicht?
Ein umfassendes persönliches Programm für 2026 wurde in den geprüften Quellen nicht gefunden. Deshalb bleibt die Leitfrage offen.
Was kann das Land für kleine Unternehmen tun?
Mögliche Ansatzpunkte sind Infrastruktur, Förderprogramme, berufliche Bildung, Digitalisierung und einfachere Verwaltungsverfahren. Welche Prioritäten Ilka Boomgaarden-Kühl setzt, ist Gegenstand der Frage.
Fazit
Starke regionale Wirtschaft entsteht aus vielen Faktoren. Unternehmen brauchen Fachkräfte, Fachkräfte brauchen attraktive Lebensbedingungen, und Kommunen brauchen erfolgreiche Betriebe als Partner und Steuerzahler. Für Wahlkreis 15 ist deshalb entscheidend, Wirtschaftspolitik, Bildung, Mobilität, Wohnen und Digitalisierung gemeinsam zu denken. Die zentrale Frage an Ilka Boomgaarden-Kühl lautet, welche landespolitischen Prioritäten sie setzen würde, damit dieser Kreislauf langfristig funktioniert.

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